Wie lebendig ist der Boden?
Um eine Einsicht ins Bodenleben zu erhalten, hilft es an verschiedenen Stellen eine Bodenprobe zu entnehmen und diese mittels Mikroskopie zu untersuchen.
Spannend wird sein, wie sich die Mikroben in Zukunft entwickeln werden. Also möchte ich wissen, wie der Zustand des Bodens jetzt ist und in 1-2 Jahren bei einer Nachuntersuchung.
Dazu habe ich 3 verschiedene Standorte für eine Probe bestimmt. Die Analysen habe ich durch „protozoa-lab“ (nach der SoilFoodWeb Methode von Dr. Elaine Ingham) machen lassen.
Auswertung kurz zusammengefasst:
Alle Gruppen hilfreicher Organismen sind vorhanden, d.h. Bakterien, Pilze, Einzeller, Amöben, Nematoden, Gliederfüsser.
Anzahl der Pilze ist eher zu klein. Zu wenige gutartige Nematoden, die die Nährstoffe von Bakterien und Pilzen mineralisieren. Vielleicht war der Boden noch zu kalt, so dass diese sich in tieferen Schichten aufhielten.
In sehr kleiner Anzahl befinden sich wurzelfressende (schädliche) Nematoden.
Wie weiter?
Wichtig ist, Verdichtung und Sauerstoffmangel zu beheben, so dass sich die Mikroben mehr entfalten können.
Positive Nematoden fördern, indem man reifen Hühnerkompost in den Komposttee beimischt. Gleichzeitig werden auch Amöben gefördert.
Pilze fördern, indem organisches Material mit hohem Zellulose-Anteil (Holzschnitzel, Laub, Stroh) dem Boden zugefügt wird.
Hier noch ein paar Bilder und 1 Film dazu:
Zellullose Pflanzenresten (400fach vergrössert)
Pilzhyphe (400fach vergrössert)
Amöbe (400fach vergrössert)
Mikroplastik (400fach vergrössert)
Mineralien 2kantig und durchsichtig (400fach vergrössert)